Wir verwenden Cookies, um unsere Website immer weiter zu verbessern. Wenn Sie weiter auf unserer Seite surfen, akzeptieren Sie die Cookie-Policy. Weiterlesen X

Pier 14 – Blog

Alles rund um Mode, Lifestyle und Genuss

Das neue Mitglied der Pier14- Familie : unser blaues Wunder


Im Schaufenster des Heringsdorfer Pier14  hat sich eine kleine Schwalbe eingenistet und wir sind ganz verliebt!

Die beiden Abiturienten Anne-Sophie Funk und Leon Meuche restaurierten das Schätzchen im Rahmen ihres Seminarfachprojektes über das Thema Simson.

Sie entschieden sich für eine Schwalbe, weil sie zum einen durch ihre eigenen DDR-Mopeds schon einiges an Erfahrung sammeln konnten und weil es durch den Blechpanzer der Schwalbe vergleichsweise "viel zu sehen" gibt.


Dazu kam auch ein wenig der Reiz der Herausforderung, da Schwalben wesentlich aufwendiger und komplizierter zu restaurieren sind, als zum Beispiel die beliebtere Simson S51.

Diese Schwalbe wurde, wie viele andere auch, zu DDR-Zeiten von jemanden gekauft und letztlich in der Scheune vergessen.

Sie muss dort wohl an die 20 Jahre gestanden haben. 

Anne-Sophie und Leon erhielten sie dann über das Zweiradhaus Gebauer in Gera, die den beiden mit Rat und Tat zur Seite standen.


Im Rohzustand war sie natürlich voll von Rost und Schmutz und absolut nicht mehr fahrtüchtig.

Die Räder angeschlagen, der Motor seinem Alter entsprechend auch nicht mehr der lebensfrohste und auch die Bremsen hatten schon lang den Geist aufgegeben..

Beim Umbau wurde weitestgehend alles Originale erhalten, zum Beispiel die Hupe, die Stoßdämpfer und die Kette (welche geprüft, gereinigt und aufgearbeitet wurden), sowie auch die Ansauganlage.

Ersetzt wurde wiederum die Sitzbank. Das Schwalbe-Logo am Knieblech und das Typenschild sind Replika.

Insgesamt nahm der Umbau etwa 80 Stunden in Anspruch.

Leon über die größte Herausforderung des Umbaus:

»Das war tatsächlich die Ansauganlage. Der Vorgänger hatte bereits an der Schwalbe herumgeschraubt und es irgendwie geschafft, den Luftberuhigungskasten so zu bearbeiten, dass er nicht mehr vernünftig in das ganze System hineinpasste. Den zu bearbeiten und in die richtige Position zu bringen, dauerte Stunden und kostete auch recht viele Nerven.«


Und hier die Daten der Schönheit:

Auslieferungsjahr: 1981
Ort: Suhl
Motor: 2-Takt Benziner,1 Zylinder, Vergaser
Getriebe: 3-Gang
Leistung: 2,65 kW (3,6 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
Außenfarbe: Ultramarinblau und Hellelfenbein
Aussstattung: Gepäckträger hinten; Werkzeugstauraum unter dem Sitz
Restauration: 2017
Festpreis (brutto): 5000 Euro